Wenn der Fleck im Gesichtsfeld nicht mehr verschwinden will

Im Laufe des Lebens wird das Auge fortwährend großen Belastungen ausgesetzt. Dabei kann insbesondere ein bestimmter Bereich der Netzhaut - die Stelle des schärfsten Sehens, "Gelber Fleck" oder Makula genannt - massiv angegriffen und letztendlich zerstört werden.
Die Erkrankung des Auges mit einer Schädigung der Makula im Alter wird AMD (Altersbedingte Makula-Degeneration) genannt. Es werden die 'trockene' und die 'feuchte' Verlaufsform unterschieden. Die altersbedingte Makula-Degeneration verursacht keinerlei Schmerzen. Erstes Anzeichen kann verzerrtes Sehen oder ein verschwommener Fleck sein. Die AMD kann zum völligen Verlust der Sehkraft im Fixierpunkt führen.

Die betroffenen Patienten sind in ihrem Alltag erheblich beeinträchtigt, da Lesen, Autofahren oder Fernsehen unmöglich werden. Die Orientierung im Raum ist unbeeinträchtigt, während das zentrale ("scharfe") Sehen stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Dadurch können z. B. entgegenkommende Bekannte nicht erkannt werden, die das Ausbleiben des Grußes des betroffenen Patienten missverständlich für unhöflich halten.


Wie entsteht die altersbedingte Makula-Degeneration?
Treffen Licht und Sauerstoff im Auge aufeinander, entstehen sogenannte "Freie Radikale". Das sind chemisch äußerst aggressive Substanzen, die das Auge schädigen können. Mit zunehmendem Alter und bei entsprechender genetischer Disposition kann es dann zu einer Anhäufung von Abbauprodukten kommen, welche langfristig zum Absterben der Sinneszellen führen. Schäden durch "Freie Radikale" an der Netzhaut können nicht nur durch Sonnenlicht, sondern auch durch andere Umweltfaktoren, wie zum Beispiel Rauchen oder schlechte Ernährung auftreten. Zuweilen lassen sich durch den Augenarzt bei einer Vorsorgeuntersuchung in frühen Jahren auch schon Frühveränderungen an der Netzhaut nachweisen.


Bei der feuchten Makuladegeneration wachsen reaktiv neue Blutgefäße unter der Netzhaut nach, deren Wände jedoch porös sind und Gewebeflüssigkeit austreten lassen. Letztendlich kann sich die Netzhautmitte dann in eine Narbe umwandeln, was zu einem Absterben der Sehzellen im Zentrum der Netzhaut führt.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei der "trockenen" Makulopathie
Unser Körper schützt sich vor solchen Prozessen durch bestimmte Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E und Lutein. Von besonderer Bedeutung ist das Lutein, ein gelber Pflanzenfarbstoff (Carotinoid), der sich im Körper ausschließlich in der Makula ansammelt. Lutein kann aggressive "Freie Radikale" unschädlich machen und wirkt zusätzlich als Lichtschutzfaktor. Lutein wird nur mit der Nahrung aufgenommen, da es nicht vom Körper selbst hergestellt werden kann. Es kommt überwiegend in Gemüse wie Brokkoli, Tomaten, Feldsalat und Paprika vor. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch im Auge die Menge des Schutz-Pigmentes Lutein. Die Gefahr, dass die Netzhaut durch äußere Einflüsse angegriffen wird, nimmt immer mehr zu. Die Gabe von Vitaminen und Spurenelementen kann der Entstehung der AMD entgegenwirken. Bei bereits bestehender Erkrankung soll diese in ihrer Ausbreitung gehindert und deren Auswirkung gelindert werden.


Typischer Seheindruck beieinem Patienten mit Makula-Degeneration.

Altersbedingte Makula-Degeneration

Augenquerschnitt mit einem vergrößerten Ausschnitt, der den Einwuchs krankhafter Gefäße unter die Netzhaut zeigt. Die Gefäße verursachen eine Schwellung der Makula sowie Blutungen (feuchte AMD).



Bei der "feuchten " Makulopathie

Hier nutzen Augenärzte ein völlig neues Prinzip. Es kommen medikamentöse Substanzen zum Einsatz, welche die Bildung neuer Blutgefäße in der Makula blockieren und die porösen Gefäße abdichten. Damit wird der Verlust der Sehkraft gebremst. Die Substanzen werden vom Augenarzt im Rahmen mehrerer Behandlungen in den Glaskörper eingebracht und entwickeln dort ihre wohltuende Wirkung.


Die altersbedingte Makula-Degeneration ist eine ernsthafte Erkrankung der Augen, tritt überwiegend im Alter auf und ist eine der häufigsten Erblindungsursachen in den westlichen Industrienationen. Individuelle Rezepturen von Nahrungsergänzungsmitteln können die "trockene" Form der Makulopathie lindern und vorbeugen.